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Café Irrlicht Pressespiegel

 


Kölner Stadt-Anzeiger

02.10.03, 07:22h

Historisches Haus verfällt

Die Stadt sucht einen Investor für das Waldhaus Römer.

Vogelschutz ist nicht gleich Denkmalschutz. Das zeigt sich deutlich am Verfall des denkmalgeschützten Waldhauses Römer an der Wupper in Opladen. Seit 1958 hat der Leverkusener Verein für Vogelschutz hier seinen Sitz. Miete brauchen die Vogelschützer an die Stadt nicht zu zahlen. Wohl aber sind sie an die städtische Auflage gebunden, alle Maßnahmen zur Instandhaltung des ehemaligen Wochenend- und Ferienhauses der Familie Römer auf eigene Kosten durchzuführen. Doch seit Jahren kümmert sich keiner mehr um das Haus. Laut Stadtverwaltung ist der Verein finanziell nicht in der Lage, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Anfang August schlugen die Grünen in Leverkusen Alarm, da das Gebäude zusehends verfällt. Dazu kommen Vandalismus und wild entsorgter Müll in der Außenanlage. Auch im Innenbereich des Hauses ist eine Sanierung unumgänglich. In ihrem Antrag regten die Grünen an, dass die Stadt nach Investoren sucht, die für die Kosten der Sanierung aufkommen und eine, so die Grünen „sinnvolle Nutzung gewährleisten.“ In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung II legte die Verwaltung nun einen Bericht vor. Demnach würde die Instandsetzung samt Schwammsanierung nach Kostenschätzung eines Ingenieurbüros rund 88 000 Euro kosten. Da aber außer den sichtbaren noch weitere Bauschäden zu erwarten seien, könne man davon ausgehen, dass sich die Kosten sogar noch erhöhen.

Unverständnis zeigte Christdemokratin Irmgard von Styp-Rekowski. Ihrer Ansicht nach ist der Verein in der Pflicht, die Stadt müsse das Gebäude nicht um jeden Preis retten. Laut Verwaltung können die Vogelschützer jedoch nicht für den Schaden aufkommen. Auch eine Miete, die nach der Sanierung fällig wäre, könne der Verein nicht bezahlen. Die Verwaltung strebt nun die Sanierung durch einen Investor an. Derzeit werde geklärt, welche Nutzungsarten in Frage kommen. (JAN)

 


Rheinische Post

 

Hausschwamm im Waldhaus

Das Fachwerkensemble „Waldhaus Römer“ am Opladener Wupperufer ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Stadt Leverkusen will diese Denkmalbauten nicht selbst verwenden, sondern verkaufen.

VON ULRICH SCHÜTZ

Opladen Kleine Fachwerk-Villa zu verkaufen. Direkt an der Wupper gelegen. Umgeben von schönem Baumbestand. Als Denkmal eingetragen. Prominenter Erbauer. Reparaturen nötig (Hausschwamm). Ohne Straßenanschluss. Kein Abwasserkanal. Nicht für Wohnzwecke, weil Landschaftsschutzgebiet. Nähere Informationen: Stadt Leverkusen, Telefon 0214 / 4060, Gebäudewirtschaft verlangen.

So könnte sie aussehen, die Immobilienanzeige für ein ganz besonderes Gebäude der Stadt Leverkusen: für das "Waldhaus Römer". Das Fachwerkensemble liegt am Opladener Wupperufer, gegenüber der Kleingartenanlage Ruhlach. Die Denkmalbauten sind stark im Mitleidenschaft gezogen. Laut städtischen Gebäudeexperten steckt in einer Wand der gefürchtete Hausschwamm. Auch sonst ist es im Inneren nicht gerade wohnlich.

Keine gewerbliche Nutzung

Die äußeren Schäden sind unübersehbar: Im Dach fehlen Ziegel. Der Regen kann ungehindert eindringen. Dabei hat der Denkmalgutachter das Gesamtwerk einschließlich des offenen Kamins und der Einbauschränke als schützenswert eingestuft. Stark angegriffen sind zudem die Holzverkleidungen. In der Fassade zum Wanderweg hin ist an einer Wand der Putz abgeschlagen.

Die Stadt Leverkusen will das Denkmalgebäude nicht selbst verwenden: Es steht zum Verkauf. Trotz der idyllischen Lage. Der Grund: Die Sanierung, deren Kosten angeblich nicht feststehen, sollen sehr teuer sein. Dies würde einen Unternehmer kaum abschecken. Aber: Da das Haus im Landschaftsschutzgebiet liegt, schließt die Stadt jede gewerbliche Nutzung aus. Nur für einen Verein könnten sich Kauf und Eigennutzung des Ensembles lohnen. Und nur für Vereinszwecke will das städtische Umweltamt eine Genehmigung erteilen. Ein interessierter Verein (Stadt: Wir nennen keinen Namen) hat sich schon gemeldet. Ein Kaufvertrag scheiterte bisher an einer besonderen Hürde: Das Denkmalgebäude hat keine ordnungsgemäße Abwasserentsorgung. Bisher sollen die Schmutzwässer direkt in die Wupper geleitet worden sein, mutmaßte ein Stadtsprecher. Bis vor Monaten galt der Opladener Vogelschutzverein als Nutzungsberechtigter des Waldhauses. Die Stadt schiebt den Vereinsverantwortlichen die Schuld für den desolaten Zustand des Hauses zu: „Entgegen der vertraglichen Verpflichtung ist der Vogelschutzverein seiner Instandhaltungsverpflichtung nicht in ausreichendem Maße nachgekommen“, schrieb die Stadt öffentlich an die Politiker.

Der Verein habe unter Mitgliederschwund und unter Finanznot gelitten, so die Rathausmitteilung weiter. „Leider“ habe es der Verein versäumt, die Stadt „rechtzeitig“ zu informieren, „so dass nicht rechtzeitig reagiert werden konnte“, betonen die Fachleute der städtischen Gebäudewirtschaft.

Die äußeren Schäden sind nicht zu übersehen. Auch die Dachrinne ist völlig marode.

Fakten

Undichtes Denkmal-Gebäude

Das Waldhaus wurde 1915 für Max und Toni Römer gebaut. In den 60-er Jahren kam ein Anbau dazu, und die Veranda wurde zum Eingangsbereich umgebaut. Das Haus ist als Ziegelfachwerk auf Ziegelsteinfundamenten angelegt. Die Fußböden bestehen aus Tannenholz. Fenster, Schlagläden und Fassadenverkleidung sind im bergischen Stil gehalten. Als der Gutachter das Gebäude 1999 prüfte, waren auch der offene Kamin und die Einbauschränke noch im Originalzustand.

Bauherr Max Römer (1855 - 1925) war seit 1896 Leiter der Opladener und Leichlinger Werke der Römerschen Türkischrot-Färberei. 1905 hatte der Fabrikant schon eine Opladener Villa samt Nebenbauten (Kutscherhaus, Gärtnerhaus, Stallungen, Wagenremisen) auf dem Frankenberg gebaut (neben dem heutigen Straßenverkehrsamt). Auch diese „Villa Römer“ sollte von der Stadt schon einmal verkauft werden. Und auch dieses heute gut hergerichtete, städtische Gebäude war total heruntergekommen. Zudem regnete es durch das undichte Dach. Folge: Der Parkettboden im Erdgeschoss bekam über ein Meter hohe Wölbungen.

Das kleine Waldhaus Römer an der Wupper wurde vom Gutachter als wichtige Ergänzung zum Villa-Ensemble eingestuft. Das Gebäude am Wupperufer diente demnach auch zu „forsthausähnlichen“ Zwecken. Als Zeuge der industriellen und sozialgeschichtlichen Entwicklung wurde das Waldhaus Römer in die Denkmalliste eingetragen. (Informationen: Stadt Leverkusen) US

 


Kölner Stadt-Anzeiger

08.06.05, 07:21h

Geld spielt eine große Rolle

VON THOMAS ESCH

Das Waldhaus Römer wird vor dem endgültigen Verfall gerettet - so sieht es jedenfalls aus.

Einmal mehr stand es auf der politischen Tagesordnung: das Wochenend- und Ferienhaus der ehemaligen Industriellen-Familie Römer am Wupperufer in Opladen, landläufig als „Waldhaus Römer“ oder „Haus Berlepsch“ bekannt. Diesmal hat die Fraktion Pro Opladen die Initiative ergriffen und beantragt, dass das Häuschen, viele Jahrzehnte Domizil der Opladener Vogelschützer, vor dem Zerfall gerettet werden soll. Doch denen ging es wie dem Opladener Geschichtsverein, der schon einmal Interesse an dem Gebäude bekundet hatte: Das liebe Geld für die dringend notwendige Sanierung fehlt. Geld spielte auch eine große Rolle in der jüngsten Sitzung des Leverkusener Bauausschusses, in der der Antrag von Pro Opladen auf der Tagesordnung stand. Immerhin mit rund 88 000 Euro Sanierungskosten rechnet die Stadt, wie Baudezernent Hans-Eckart Krajewski unterstrich. Dass Pro Opladen bei ihm offene Türen einrennt, auch das hob er hervor. Und zeichnete die nähere Zukunft des Häuschens im Grünen. Danach soll in Kürze damit begonnen werden, den Hausschwamm, der sich im alten Gemäuer festgesetzt hat, den Garaus zu machen. Das kostet alleine 28 000 Euro. Für solcherlei Grundarbeiten habe, so Krajewski, die Stadt Zuschüsse beim Land beantragt - eine Maßnahme, die auch Pro Opladen gefordert hatte. Der Beigeordnete berichtete, dass es mittlerweile einen Kaufinteressenten gebe. Der müsse dann selbst für die weitere Sanierung des Gebäudes Sorge tragen. Was er dazu aufwenden müsse, werde mit dem Kaufpreis verrechnet: „Die Stadt wird also keinen Gewinn machen.“ Gewonnen ist offenbar aber der Erhalt des historischen Häuschens.

Bauchschmerzen in der Runde der Politiker hatte lediglich Wolfgang Blümel. Der FDP-Mann fragte, ob es sich bei der Sanierung nicht um eine freiwillige Ausgabe handele, die der Stadt doch angesichts der prekären Haushaltslage verboten sei. Krajewski stellte klar: „Wenn es nicht saniert wird, zerfällt es.“ Und damit wäre dann auch der Wert dieser wenn auch kleinen Immobilie der Stadt verloren gegangen.

 


Stadt LeverkusenStadt Leverkusen

7-06

»Denkmal des Monats«

Vom Wochendhaus zum Baudenkmal

Ansicht Waldhaus Römer
Ansicht Waldhaus Römer

Idyllisch im Auenwald der Wupper in Leverkusen-Opladen liegt das im Jahr 1915 erbaute Waldhaus Römer. Im Fachwerkstil errichtet, diente es seinen Erbauern, der Fabrikantenfamilie Römer, als Wochendend-, Jagd- und Teehaus.

Unternehmer Max Römer betrieb an der Wupper eine Färberei. Die heutige "Villa Römer" auf dem angrenzenden Frankenberg war der imposante Wohnsitz der Familie. Die Villa, der zugehörige Landschaftspark mit Parkhaus und Brunnen, ein großes Gewächshaus, ein Haus für die Bediensteten, ein Zufahrtsportal und die Fabrikanlagen an der Wupper bildeten das Anwesen der Fabrikantenfamilie, zu dem auch das Waldhaus Römer gehörte.  

Einige Jahre später, nach dem altersbedingten Rückzug des Fabrikanten Römer aus der Färberei und dem Wegzug der Familie nach Stuttgart im Jahr 1923, wechselte die Nutzung des kleinen Waldhauses unterhalb des Köschenberges. In den 30er Jahren ging das Gebäude in öffentlichen Besitz über.   

Es diente unter anderem als Schäferwohnhaus, Unterkunft für Kriegsgeschädigte und als "Haus Berlepsch", als Haus des Vereins für Vogelschutz Opladen.  

Das eingeschossige Fachwerkhaus erhielt in den 60er Jahren einen spiegelbildgleichen Anbau. 1999 wurde es als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt eingetragen.

  

Käufer gesucht

Sanierung im Inneren
Sanierung im Inneren, augenfällig der große offene Kamin
anno 1915 aus Terrazzo-Stein mit Inschrift.

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Ortsverband Köln, hat das Waldhaus Römer jetzt zum Denkmal des Monats Juli gekürt.

Zumal: Die Zukunft des Hauses ist ungewiß. Zur Zeit lässt die Stadt wesentliche Teile des Gebäudes sanieren. Feuchtigkeitsschäden und dem aggressiven Hausschwamm wird so zu Leibe gerückt. Allerdings bleibt noch viel zu tun. Die Stadt sucht einen Käufer für das Waldhaus, wobei unterschiedliche Nutzungen vorstellbar sind.

Nur so kann das Denkmal für die Menschen erhalten bleiben und Zeugnis geben vom Einfluss einer bedeutenden Industriellenfamilie auf die Opladener Stadtgeschichte.

 


Rheinische Post

19.07.2006

Denkmal des Monats

VON TOBIAS KRELL

Opladen Was wird aus dem „Waldhaus Römer“? Diese Frage stand bei einem Treffen im Vordergrund, zu dem der Ortsverband Köln des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz eingeladen hatte. Er kürte das Waldhaus nun zum „Denkmal des Monats“. Die Stadt läßt das Fachwerkhaus im Auenwald an der Wupper gerade sanieren. Der aggressive Hausschwamm hatte das bis vor zwei Jahren noch von Vogelschützern genutzte Gebäude befallen. Alle angegriffenen Teile des Hauses wurden entfernt. Eine Zwischenwand muß noch wieder errichtet werden. Eine Deckensanierung steht zudem aus.

„Alles andere wäre Verhandlungssache zwischen einem neuen Besitzer und der Stadt“, erklärte Gregor Schier von der Unteren Denkmalbehörde. Fieberhaft wird zur Zeit nach einem Käufer gesucht. Dabei könnte es sich sowohl um einen Verein als auch um eine Privatperson handeln. „Es sind viele Möglichkeiten denkbar. Sowohl einen Vereinssitz als auch ein Wohnhaus könnte ich mir hier vorstellen“, sagte der städtische Denkmalpfleger. Klar ist nur, dass ein Käufer weiter sanieren und renovieren müßte, um das Gebäude nutzbar zu machen. Ideen gibt es einige. So träumten mehrere Ratsherren von „Pro Opladen“ wohl mehr als dass sie sich ernsthaft darüber beratschlagten, ob nicht ihre Geschäftsstelle in dem Waldhaus untergebracht werden könnte.

Eine kleine Außengastronomie konnten sich mehrere Teilnehmer des Treffens vorstellen. Schier hätte dagegen keine Bedenken. „Aus denkmalrechtlichen Gesichtspunkten spricht überhaupt nichts dagegen“, erklärte er. Das Gegenteil sei der Fall. Durch eine solche Nutzung würden noch mehr Menschen auf das Denkmal aufmerksam. Und da der Waldweg nicht von Autos genutzt werden darf, wären seiner Vermutung nach sicherlich auch die Bedenken anderer Stellen nicht so groß wie etwa im Tillmanns Loch.

 


Rheinische Post

20.07.2006

Geschichtliches zum
„Waldhaus Römer“

VON TOBIAS KRELL

Opladen Das Gebäude im Auenwald an der Wupper hat unzählige Namen. „Hexenhäuschen“ wird es seit Jahrzehnten von den Kindern aus der Nachbarschaft genannt. „Vogelschutz-Häuschen“, „Schäferhäuschen“ und „Haus Berlepsch“ sind weitere durchaus geläufige Namen des Fachwerkhauses. Unter seiner offiziellen Bezeichnung „Waldhaus Römer“ erhielt es nun die Auszeichnung „Denkmal des Monats“, den der Kölner Ortsverband des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz vergibt (die RP berichtete in der gestrigen Ausgabe).

Über die bewegte Geschichte des 91 Jahre alten Gebäudes sprach bei einem Treffen vor Ort nun der städtische Denkmal-Pfleger Gregor Schier. Zu verdanken haben die Opladener das sanierungsbedürftige Denkmal dem Industriellen Max Römer. Der Leiter der Römer'schen Türkischrot-Färberei und seine Frau Antonie gaben während des Ersten Weltkrieges den Bau eines „Waldhauses“ in Auftrag. Im Jahre 1915 wurde das vom bekannten Solinger Architekten Peter Klotzbach geplante Gebäude Gebäude fertig gestellt. Auf ihn und das Ehepaar Römer finden sich auch an verschiedenen Stellen am und im Haus Hinweise. Den schmucken Kamin im Wohnbereich etwa zieren der Vers „In großer Zeit ward ich bereit“ und Römers Initialen „M.R.“. Dass der Industrielle ein Anhänger der Bodenreform war, dafür gibt es ein Zeugnis in einem Bereich, der ursprünglich gar nicht zum Waldhaus gehörte. Die eine Hälfte des zweigeteilten Gebäudes wurde erst in den 60er Jahren vom Vogelschutzverein errichtet, der von 1958 bis vor wenigen Jahren einziger Nutzer des Hauses war. Der Mittelteil zwischen den beiden Hauptgebäuden wurde seinerzeit ummauert. Einst bildete er die überdachte Veranda. Und an dessen Giebel, als Teil einer Seitenwand noch erhalten, ist auch heute noch ein gereimtes Plädoyer für die Freiheit des Bodens zu lesen.

Römer selbst erfreute sich nur kurz an den Vorzügen des Wochenendhauses. 1923 zog er nach Stuttgart, wo er zwei Jahre darauf verstarb. Anschließend war das Gebäude Aufenthaltsraum für einen Lützenkirchener Schäfer, Unterkunft für einen Landwirt aus Linnich, Notunterkunft nach dem Krieg und Wohnhaus, ehe der Vogelschutzverein es von der Stadt mietete und nach dem Begründer des wissenschaftlichen Vogelschutzes in „Haus Berlepsch“ umbenannte. Beinahe wäre es sogar Medizinisch genutzt worden. „In den 70er Jahren gab es Überlegungen, das Haus als Quarantänestation für Pocken-Verdachtsfälle zu nutzen. Dieser Plan wurde aber 1978 wieder aufgegeben“, sagte Schier.

 


Kölner Stadt-Anzeiger

04.01.07, 17:42h

Der Schwamm ist heraus

VON HARTMUT ZITZEN

Opladen - Seit fast 100 Jahren steht das Fachwerkhäuschen in idyllischer Lage am Wupperufer. Und bis vor kurzem standen die Chancen mehr als schlecht, dass der 1915 errichtete Wochenendsitz des damaligen Fabrikanten Max Römer auch nur ein weiteres Jahrzehnt überdauert hätte. Durch das seit langem undichte Dach hatten Regen, Schnee und Frost den Holzbalken und Ziegelsteinen arg zugesetzt; zuletzt hatte sich sogar der Schwamm breit gemacht. Das für die Sanierung notwendige Geld schien sich nirgendwo auftreiben zu lassen - jedenfalls nicht beim letzten Nutzer, dem Opladener Verein für Vogelschutz. Der hatte sich in seinem Pachtvertrag mit der Stadt zwar verpflichtet, das unter Denkmalschutz stehende Waldhaus in Schuss zu halten, war aber an Aufwand und Kosten gescheitert. Die Stadt als Eigentümer hatte sich aufgrund der kritischen Haushaltslage ebenfalls lange bedeckt gehalten.

Bis sich der Bauausschuss Mitte 2005 erbarmte und auf Antrag von Pro Opladen beschloss, wenigstens gegen den Schwamm vorzugehen. Schließlich stelle das Gebäude immer noch einen Wert dar, der aber verloren ginge, wenn man es verrotten ließe, waren die Politiker sich einig. Schon damals hatte Hans-Eckart Krajewski, seinerzeit noch Baudezernent, darauf hingewiesen, dass er bereits einen Zuschuss beim Land beantragt habe. Der ist inzwischen auch geflossen, so dass die Stadt nur die halben Kosten der Schwammsanierung in Höhe von knapp 29 000 Euro tragen musste. Um das Waldhaus Römer von Grund auf zu renovieren, sind allerdings noch deutlich höhere Mittel erforderlich - in der Sitzung des Bauausschusses war von fast 90 000 Euro die Rede.

Die kann die Stadt aber nicht aufbringen, weshalb jetzt nach einem Käufer gesucht wird. Mindestens einen ernsthaften Interessenten soll es dem Vernehmen nach auch bereits geben. Offenbar ist auch daran gedacht, den Kaufpreis um die Sanierungskosten zu mindern. Ganz billig dürfte das idyllisch unter Laubbäumen gelegene Häuschen an der Wupper auch auch dann noch nicht sein.

 


Rheinische Post

09.02.2007

Waldcafé an der Wupper

Opladen (RP) Gestern: Pulverschnee bedeckt das Waldhaus Römer wie Puderzucker. Im Hintergrund murmelt die Wupper. Ein paar Vögel singen ihr Lied. Idylle nahe der Stadt. Dieses Fleckchen schönster Natur ist für einen Euro zu verkaufen.

VON ULRICH SCHÜTZ
Idylle pur: das Waldhaus Römer an der Wupper (grob beschrieben: unterhalb des Finanzamtes). Die Gebäude sollen für einen Euro verkauft werden. Eine Opladenerin plant ein Waldcafé, ein Verein ein Vereinshaus. RP-Foto: Uwe Miserius

Das denkmalgeschützte Fachwerk-Ensemble samt Grundstück und Waldbereich gehört der Stadt Leverkusen. Das ehemalige „Wochenendhaus“ steht im Landschaftsschutzgebiet und war bis Ende 2004 an den Vogelschutzverein verpachtet. Der Zustand des Gebäudes erwies sich bei der Rücknahme durch die Stadt als jämmerlich. Zum teilweisen Verfall kam der Hausschwamm. Die gröbsten Schäden sind inzwischen beseitigt. Jetzt will die Stadt Gebäude und 700 Quadratmeter Grundstück für einen Euro verkaufen. Es gibt nur zwei gewerbliche Interessenten, da eine Wohnnutzung für das Waldhaus unzulässig ist.

Als Erwerberin steht beispielsweise eine Opladenerin bereit. Die „Frau mit gastronomischer Erfahrung“ und ihr Lebensgefährte (ein Elektriker) planen in dem Römer-Haus die Eröffnung eines Waldcafés. Möglicherweise bekommt auch der „Kletter-Verein Absturz“ den Zuschlag. Da der Vereinsvorsitzende Schreiner und das Waldhaus umfangreich zu sanieren ist, hätte ein Verkauf an „Absturz“ ebenfalls einen gewissen Charme.

Seit Monaten wird bei der Stadt und in der Politik um die Zukunft des Waldhauses gerungen. Jetzt legte Stadtkämmerer Rainer Häusler den Verkaufsvorschlag in einer Blitzaktion auf die Tische der Ratsfraktionen. Im Finanzausschuss wurde ein Beschluss über den Verkauf in den Stadtrat vertagt.

Einige Ratspolitiker beschweren sich inzwischen, dass sie bei dem Verkauf über den Tisch gezogen werden sollen. Speziell der symbolische Ein-Euro-Kaufpreis verwundert bis erzürnt einige Volksvertreter, zumal die Stadt für die Schwammsanierung noch 20 000 Euro in 2006 zahlen musste.

Einige Politiker zweifeln am Erfolg des Verkaufs. Im Ausschuss wurde etwa nach den Zufahrtswegen zu dem weit von Straßen gelegenen Grundstück Düsseldorfer Straße 90 gefragt. Ein Cafébetrieb müsse schließlich beliefert werden. Und ob alles mit der Abwasserentsorgung (Kleinkläranlage) klappe, mit dem Einbau von Toiletten und anderen für gastronomische Betriebe nötigen Einbauten, bezweifeln ebenfalls Ratsvertreter. Die Denkmalbehörde favorisiert nach Stadtangaben einen Verkauf an die Cafébetreiberin. Die Opladenerin will 120 000 Euro investieren. Allein 80 000 Euro wären für die Haussanierung nötig. Bekommt die Opladenerin (Name der Redaktion bekannt) den Zuschlag, dann könnte eine Café-Eröffnung im Frühsommer erfolgen. Die Experten von der kommunalen Bewertungsstelle kamen für Gebäude und Grundstück zu einem Verkehrswert von rund 70 000 Euro. Da die Instandsetzung mit 140 000 Euro geschätzt wird, sei alles nur einen Euro wert. Am Montag entscheidet der Rat.

 


Kölner Stadt-Anzeiger

20.03.07, 17:55h

„Stadt muss alles für den Erhalt unternehmen“

Opladen - Die Stadt sollte alles tun, um das so genannte Waldhaus Römer, einstiges Feriendomizil der gleichnamigen Industriellenfamilie am Wupperufer, zu erhalten. Und bevor man es aus der Hand gibt und es verkauft, sollte über künftige sinnvolle Nutzungen nachgedacht werden. Das hat Rudolf Sykora, Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Lützenkirchen-Quettingen und vieljähriger Ratsherr, in einem offenen Brief von Oberbürgermeister Ernst Küchler gefordert. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege habe erst unlängst das kleine Haus als ein für Leverkusen bedeutendes und einmaliges Objekt eingestuft, das es langfristig zu erhalten gelte, so Sykora. Daher müsse die Stadt Geld für eine Sanierung bereitstellen. Bislang sind nur grundlegende Sicherungsmaßnahmen durchgeführt worden. Sykora warnt davor, das Waldhaus dem Verfall preiszugeben, wie es seiner Meinung nach bewusst im Fall der Neukronenberger Fabrik geschehen sei. Was die Nutzung angehe ist er der Auffassung, man könnte sich mit Institutionen und Gruppierungen einigen, wie beispielsweise mit der Kreisjägerschaft, die dort ihre Waldschule als Dokumentationszentrum einrichten könnte. Allerdings: Ohne städtische Finanzspritze und Sponsorengelder könne kein Träger die Sanierungskosten stemmen. (te)

 


Kölner Stadt-Anzeiger

10.04.07, 18:02h

Ein Café am Ufer der Wupper?

VON JAN STING

Opladen - Das Waldhaus Römer wird derzeit unter erbaupachtrechtlichen Aspekten unter die Lupe genommen. Das kleine Fachwerkhäuschen zwischen Wildblumenpolstern unter hohen Laubbäumen am Lauf der Wupper in Opladen war seitens des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege als ein für „Leverkusen einmaliges Objekt“ eingestuft worden. Stadtverwaltung und Politiker haben zwar ein Augenmerk darauf. Allerdings fehlt das Geld. Nur notdürftige Reparaturen schützten bislang vor dem endgültigen Verfall.

Aber jetzt gaben die Vertreter des Stadtbezirks II und der Finanzausschuss grünes Licht für ein ungewöhnliches Modell. Zwei Opladener Caféhaus-Planer möchten im Landschaftsschutz eine Gastronomie eröffnen. Für einen Euro könnten sie das Häuschen, in dem zuletzt der Opladener Verein für Vogelschutz sein Domizil hatte, kaufen. Und müssten es sanieren.

Das 700 Quadratmeter große Grundstück würde die Stadt dann in Erbpacht vermieten. Die Voraussetzungen werden laut Stadtverwaltung derzeit geprüft. Ob das Café genehmigt wird, steht noch nicht fest. Ein Bauantrag wurde noch nicht gestellt, wäre in diesem Fall aber von öffentlichem Belang. Der Beirat für Natur und Umwelt muss zustimmen sowie die Bau- und Umweltbehörden.

 


Rheinische Post

20.05.07

Waldhaus Römer geht an die Caféhaus-Planer

Opladen (US) Das heiß diskutierte Waldhaus Römer an der Wupper in Opladen geht an die Opladener Caféhaus-Planer Martina Schulz und Hannsi Weber. Dies beschlossen gestern die Mitglieder des Finanzausschusses. Die Stadt Leverkusen verkauft das 700 Quadratmeter große Grundstück allerdings nicht, sondern will dafür einen Erbpachtvertrag abschließen. Das Ganze wird allerdings nur gültig, wenn es dem Paar Schulz/Weber gelingt, alle Genehmigungen für den Betrieb des Cafés in dem Landschaftsschutzgebiet zu bekommen. Bedeutet: Der Beirat für Natur und Umwelt muß noch zustimmen sowie die Bau- und Umweltbehörden.

 


Rheinische Post

22.09.2007

Stromleitung gefährdet Café

Opladen (RP) Das „Café Irrlicht“ im Waldhaus Römer am Opladener Wupperufer nimmt Gestalt an. Doch die potenziellen Betreiber erhielten eine Hiobsbotschaft von der Energieversorgung Leverkusen, die das Projekt in Frage stellt.

VON ROMAN ZILLES
Aufpoliert: Hannsi Weber und Martina Schulz haben für ihr Café im Waldhaus Römer schon eine Menge Vorarbeiten geleistet. „Schnuckelig-gemütlich“ soll das Lokal werden. Aber es gibt eine Hürde. RP-FOTO: UWE MISERIUS

Vor ihren geistigen Augen sehen Martina Schulz und Hannsi Weber schon ganz deutlich, wie es einmal sein wird. Eine Ecke des Cafés soll unbedingt der Kleinkunst vorbehalten werden. „Hier kommt eine Bühne hin“, bemerkt Weber und seine Partnerin ergänzt: „Da können Lesungen, Irish Folk-Abende oder zu Weihnachten ein Harfen-Konzert stattfinden.“ Sogar die Anfrage eines Streich-Quartetts liege bereits vor. Noch allerdings werden Monate vergehen, bis im Waldhaus Römer am Opladener Wupperufer das „Café Irrlicht“ seine kunstvoll verzierte Tür öffnet. „Schnuckelig-gemütlich soll es werden“, sagt Schulz, die im März mit Weber das gut 90 Jahre alte, denkmalgeschützte Fachwerkhaus von der Stadt per Erbpachtvertrag erworben hat. Das Paar übernahm ein verfallenes, marodes Haus und hat seit Mai einiges bewegt.

Neue Kläranlage installiert

Neue Balken, neue Decken, neue Böden, viel Lehm-Putz lassen das Waldhaus inzwischen wieder in einem sehr hübschen Licht glänzen. Der alte Werkzeugschuppen hat sich bereits in ein modernes Toilettenhaus verwandelt, das angeschlossen ist an eine neu installierte Kläranlage. Vieles konnte Weber, der unter anderem Schreiner und Elektriker lernte, selbst machen. „Aber wir haben auch einige Firmen mit ins Boot geholt“, sagt der Opladener. Er erinnert sich noch an seine Schulausflüge zum Waldhaus. „Damals haben uns die Ornithologen die Vögel hier gezeigt.“ Nun ist er selbst der Herr im Haus.

Dort fehlt bislang noch die komplette Inneneinrichtung. Tische und Stühle für das rund 40 Plätze umfassende Café sind gekauft und warten darauf, aufgestellt zu werden. Auch in der Küche fehlen nur noch die Gerätschaften. Die Arbeiten sind also längst auf der Zielgeraden angekommen. Die alten Fenster müssen noch abgeschliffen und lackiert werden, und ein Besuch des Malers steht noch aus. Auch das Konzept steht längst. „Es soll eine kleine Speisekarte und am Wochenende ein Frühstückbüfett geben“, erklärt Schulz.

Einen Eröffnungstermin gibt es aber noch nicht. „Zur Adventszeit wäre schön. Aber wir wollen uns da nicht festlegen.“ Eigentlich können sich die beiden Pächter auch gar nicht festlegen. Denn mitten in die Restaurierung platzte eine böse Nachricht von der EVL. „Die Stromleitung sei nicht für einen Café-Betrieb zugelassen“, klagt Schulz. Eine neue Versorgung, die von der Haus-Vorster-Straße aus gelegt werden müsste, würde den finanziellen Rahmen der beiden sprengen. „Dann wäre es für uns nicht zu realisieren“, sagt Schulz. Aber sie und ihr Partner treiben die Restaurierung trotzdem weiter und arbeiten auf die Eröffnung hin.

Ein Scheitern des Projekts wäre nicht nur ein herber Rückschlag für die beiden Pächter. Auch für die vielen Spaziergänger, die regelmäßig nach den Fortschritten schauen und dem Eröffnungstermin fragen, wäre es eine große Enttäuschung.

 

22.09.2007

Wanderparkplatz anlegen

Opladen (RP) Friedrich Busch hat sich bezüglich der fehlenden Stromleitung bereits auf die Seite der beiden Pächter des Waldhauses Römer geschlagen. Der Bezirksvertreter der FDP appelliert an die Stadt, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um das Betreiben des Cafés zu ermöglichen. Schließlich erfahre das Areal im Gegenzug eine gastronomische Aufwertung und es werde eine öffentliche Toilette zur Verfügung gestellt.

Zudem hat Busch weitere Vorschläge, wie die Opladener Wupperwiesen attraktiviert werden sollten: 1. Der Parkplatz neben der Wupperbrücke Düsseldorfer Straße soll als Wanderparkplatz ausgewiesen wird, damit dieser nicht als Firmenparkplatz des nahen Unternehmens SKF „zweckentfremdet“ werde. 2. Die Mülleimer im Bereich der Rasenflächen an der Wupper sollen öfter geleert werden. Die Abfall-Situation habe in diesem Bereich eine „Rattenplage“ zur Folge und sei mit Blick auf den nahen Kinderspielplatz ein großes Problem. 3. Am neuen Kanuanleger soll ein Warn-Schild angebracht werden, dass das Betreten des Anlegers auf eigene Gefahr erfolge. Zum letzten Punkte teilte die Stadt mit, dass abgewartet werden soll, wie sich die Situation entwickele und ob ein Schild wirklich nötig sei.

 

22.09.2007

Entgegen kommen

Keine Frage: Ein schönes, neues Café, wie es Hannsi Weber und Martina Schulz im Waldhaus Römer planen, wäre eine Bereicherung für das Opladener Wupperufer. Und man darf mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass das Lokal von vielen Ausflüglern gewünscht wird. Weil das Projekt also durchaus von öffentlichem Interesse ist, wäre es ein feiner Zug von Stadt und EVL, wenn sie den potentiellen Betreibern Möglichkeiten aufzeigen würden, wie das Problem mit der Stromleitung zu lösen wäre - etwa, indem die Kosten gedrückt werden oder Weber und Schulz eine angemessene Frist eingeräumt wird, in der sie das Geld aufbringen können. Das wäre ein lobenswerter Beitrag zur Wirtschafts- und Tourismusförderung in der Stadt.

Stefan Schneider

 


Kölner Stadt-Anzeiger

26.10.07, 17:34h

Ein Häuslein steht im Walde

Martina Schulz und Hannsi Weber wollen sich mit dem „Café Irrlicht“ an der Wupper einen Traum erfüllen. Zum Ende der Renovierung tauchen aber überraschende Probleme auf.
Etliche Wände mussten mit Lehmziegeln neu aufgemauert werden.
Außen rustikal, innen vom feinsten:das Toilettenhäuschen.
Eine Treppe führt ins noch nicht ausgebaute Dachgeschoss
VON HARTMUT ZITZEN

Das „Café Irrlicht“ an der Wupper könnte schon bald eröffnet werden - wenn die EVL mitspielt.

Es hat ein bisschen gedauert, bis der Postbote in dieser Woche den ersten Brief an die Adresse Düsseldorfer Straße 90 zustellen konnte. Weder auf Stadtplänen noch in Routenplanern war das dazugehörige Gebäude zu finden. Aber der wackere Briefträger gab nicht auf - und wurde schließlich mitten im Wald an der Wupper fündig. Sein Besuch war eine Riesenüberraschung für Martina Schulz und Hannsi Weber, die schon seit über einem halben Jahr nahezu täglich daran arbeiten, das ehemalige Waldhaus Römer zu sanieren und in ein idyllisches Ausflugslokal mit angeschlossenem Kulturbetrieb zu verwandeln.

Kaffee und Kleinkunst

Das „Café Irrlicht“ soll schon in naher Zukunft nicht nur Spaziergänger und Ausflügler zu einer kurzen Rast locken, sondern auch auf einer Kleinkunstbühne Konzerten, Lesungen und Auftritten anderer Art Raum bieten. Für die Betreiber ginge damit „ein Traum in Erfüllung“, für den sie sich seit Monaten buchstäblich krummlegen. Leicht ist ihnen die Renovierung durch den traurigen Zustand des Häuschens nicht gemacht worden, und noch ist die letzte, womöglich entscheidende Hürde nicht überwunden.

Schon seit fast 100 Jahren steht das Fachwerkhäuschen in idyllischer Lage am Wupperufer. Und bis vor kurzem standen die Chancen mehr als schlecht, dass der 1915 errichtete Wochenendsitz des Fabrikanten Max Römer auch nur ein weiteres Jahrzehnt überdauert. Durch das seit langem undichte Dach hatten Regen, Schnee und Frost Holzbalken und Fachwerk arg zugesetzt; zuletzt hatte sich sogar der Schwamm breitgemacht.

Das für die Sanierung notwendige Geld schien sich nirgendwo auftreiben zu lassen - jedenfalls nicht beim letzten Nutzer, dem Opladener Verein für Vogelschutz. Der hatte sich in seinem Pachtvertrag mit der Stadt zwar verpflichtet, das unter Denkmalschutz stehende Waldhaus in Schuss zu halten, war aber an Aufwand und Kosten gescheitert. Und die Stadt als Eigentümer hatte sich wegen der kritischen Haushaltslage ebenfalls lange bedeckt gehalten.

Bis sich der Bauausschuss Mitte 2005 erbarmte und auf Antrag von Pro Opladen beschloss, wenigstens gegen den Schwamm vorzugehen. Schließlich stelle das Gebäude immer noch einen Wert dar, der aber verloren ginge, wenn man es verrotten ließe, waren die Politiker sich einig. So gaben sie zunächst eine Schwammsanierung in Auftrag. Um das Waldhaus Römer von Grund auf zu renovieren, wäre allerdings deutlich mehr Engagement erforderlich gewesen - damals war von fast 90 000 Euro die Rede. Während die Stadt deshalb nach einem Käufer zu suchen begann, beschlossen Martina Schulz und Hannsi Weber im vergangenen Frühjahr bei einem ihrer zahlreichen Spaziergänge auf dem Wupper-Wanderweg, sich endlich einmal nach dem Eigentümer ihres Traumhäuschens zu erkundigen - und ob es nicht zufällig zu verkaufen wäre.

Fügung des Schicksals oder nicht: Inzwischen gehört ihnen das Waldhaus, das auf einem 700 Quadratmeter großen Erbpacht-Grundstück steht. Hannsi Weber, der das Gebäude schon seit seiner Schulzeit kennt, bringt offenbar die besten Voraussetzungen mit, um Wünschen Taten folgen zu lassen. Als ausgebildeten Schreiner und Elektrotechniker - obwohl im Hauptberuf Musiker - konnte ihn der malade Zustand nicht schrecken, außerdem versicherte er sich der Hilfe ausgewiesener Fachbetriebe, mit deren Unterstützung Decken, Böden und Wände inzwischen denkmalgerecht instandgesetzt oder erneuert worden sind.

Martina Schulz ist zwar keine Handwerkerin, sondern Psychologin, packte aber trotzdem mit an, wo sie konnte, und soll später den gastronomischen Part übernehmen. Für das Kleinkunstprogramm wird ihr Lebensgefährte verantwortlich zeichnen, der über ausgezeichnete Kontakte in die Musik-, Theater- und Kabarettszene verfügt. So könnte nach monatelanger Arbeit wohl schon in wenigen Wochen Eröffnung gefeiert werden - wenn die Betreiber nicht jüngst eine Hiobsbotschaft von der Energieversorgung Leverkusen (EVL) erhalten hätten.

Nach aufwändiger Instandsetzung kann der Kamin den Waldcafè-Gästen in den kalten Wintermonaten Herz und Leib erwärmen

Kabel kostet 17 000

Die bestehende Elektroversorgung reiche keinesfalls für einen gastronomischen Betrieb aus, hieß es plötzlich, und die Verlegung eines neuen Kabels werde rund 17 000 Euro kosten. Diese unkalkulierte Ausgabe gibt der Investitionsrahmen am Ende der aufwändigen Sanierung allerdings nicht mehr her, und in den bisherigen Verhandlungen mit der EVL zeichnet sich noch keine Lösung ab. Ein paar Jahre Zeit, sagt Martina Schulz, brauche sie bei kaufmännisch seriöser Geschäftsführung, um diese Summe abzuzahlen, mehr als ein Jahr wolle die EVL ihr aber nicht geben.

Unterdessen hoffen alle, die den Fortgang der Arbeiten seit dem Sommer mit wachsendem Interesse verfolgen, auf eine baldige Eröffnung des idyllischen Cafés, um sich auf Herbst- und Winterspaziergängen an der Wupper mit einem heißen Getränk wärmen zu können. Und wenn die EVL doch noch mitspielt, müssen auch die Postboten künftig nicht mehr lange nach der richtigen Adresse suchen.

 


Radio Leverkusen

30.10.2007

Radiobericht

über die Schwierigkeiten mit der Stromleitung zum Café Irrlicht

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Rheinische Post

23.11.2007

Waldcafé startet am 1. Advent

Opladen (RP) Das Waldcafé am Opladener Wupperufer ist eingerichtet, die Eröffnung kann gefeiert werden. Das junge Unternehmen im idyllischen Waldstück hat ein Problem: Die Stromhauptleitung ist zu schwach.

VON ROMAN ZILLES
Suchfrage: Das Wupper-Café von Martina Schulz und Hannsi Weber liegt im Wald und trägt die Bezeichnung „Düsseldorfer Straße 90“. RP-Foto: Miserius
Suchfrage: Das Wupper-Café von Martina Schulz und Hannsi Weber liegt im Wald und trägt die Bezeichnung „Düsseldorfer Straße 90“. RP-Foto: Miserius

Gestern, am Opladener Wupperufer: Zwei Herren – einer mit Hund, einer mit Rad – unterhalten sich: „Das Café macht bald auf“, sagt der Radfahrer. „Ja? Schön“, entgegnet der Hundeführer.

Das Gespräch belegt: Immer mehr nimmt das Waldhaus Römer Gestalt an, immer mehr steigt das Interesse der Passanten, und immer näher rückt der Eröffnungstermin. „Am ersten Advent gibt es um 11 Uhr einen Umtrunk, um 14 Uhr öffnen wir dann für die Allgemeinheit“, verrät Martina Schulz. Gemeinsam mit Partner Hannsi Weber kaufte sie das heruntergekommene Fachwerkhaus im Mai. Inzwischen haben sie das vom Hausschwamm besiedelte, denkmalgeschützte Gebäude in ein Schmuckstück verwandelt. Außen wie innen leuchtet das „Café Irrlicht“ regelrecht. Von Balken über Decken und Putz bis zum Toilettenhaus (inklusive Einbau einer Kläranlage) hat das Paar alles erneuert.

Stromleitung ist zu schwach

Gestern wurde der riesige Kühlschrank geliefert. Aber wie Schulz und Weber das Gerät auch drehten und wendeten: Es sperrte sich, an seinen vorbestimmten Platz getragen zu werden. „Dafür finden wir auch noch eine Lösung“, sagt Weber gelassen. Der 2,02 Meter hohe Kühlschrank ist ohnehin nicht das größte Problem des Duos. Die meisten Sorgen bereitet Schulz und Weber das Millimeter-dicke Kabel, das von der Haus-Vorster-Straße Strom bringt.

Das hat sich bei einer Überprüfung durch die EVL als zu leistungsschwach herausgestellt, um damit ein Café zu versorgen. 17 000 Euro soll eine neue, starke Leitung kosten. „Wir befürchten, dass es dort regelmäßig zu Überlastungen kommen könnte“, sagt EVL-Geschäftsführer Wolfgang Sobich. Rechtliche Bedenken gegen eine Café-Eröffnung mit der vermeintlich zu schwachen Leitung bestünden aber nicht. Sprich: Befürchtungen, dass der Strom abgestellt wird, müssen die Pächter nicht hegen.

Es könnte nur sein, dass sich der Strom von selbst abschaltet. Die Nachricht von der schwachen Leitung hatte die Pächter erst während der Renovierung erreicht und ein finanzielles Loch gerissen. Denn in den Verhandlungen mit der Stadt war davon ebenso wenig die Rede wie im von der Verwaltung erstellten Katalog, in dem sich die notwendigen Sanierungs-Maßnahmen finden. „Es ist nicht Aufgabe der Stadt zu prüfen, ob die Infrastruktur ausreicht“, teilte die Verwaltung über eine Sprecherin mit.

Das Energie-Problem hoffen Schulz und Weber unter anderem in den Griff zu bekommen, indem sie zunächst eine reduzierte Auswahl an Speisen anbieten: Neben üblichen Heiß- und Kaltgetränken werde es Kuchen, belegte Brötchen und heiße Suppen geben. Kleine Speisekarte, kleiner Verbrauch, lautet also vorerst die Rechnung. „Aber wir werden die Verlegung der neuen Leitung in Kürze mit der EVL angehen“, verspricht Schulz. Angedacht ist eine Ratenzahlung, die vorsieht, dass Schulz und Weber die ersten Zahlungen aussetzen können. Bis zur ersten Rate sollen nun möglichst viele Euros verdient werden.

 

23.11.2007

Schwache Lei(s)tung

Opladen (RP) Das alte Waldhaus Römer wird aus dem Dornröschen-Schlaf geweckt. Schön gelegen an der Wupper in Opladen, leicht erreichbar für Radler und Fußgänger, so könnte sich das neue Café zur Attraktion entwickeln. Die drei Wupperschiffe in Rheindorf waren eine ähnlich beliebte Adresse für Ausflügler (und eine Trinkoase für manchen radelnden Bayer-Werker...).

Den beiden Cafébetreibern muss man viel Glück wünschen, denn das finanzielle Risiko dieses Projektes hat es in sich, zumal der Besucher das Waldhaus nicht – zumindest nicht legal – per Auto erreichen kann. Bei langem Schlechtwetter kann es ganz schön knapp werden mit der Besucherresonanz. Die Stadt muss sich den moralischen Vorwurf gefallen lassen, auf die schlechte Stromversorgung nicht hingewiesen zu haben. Schließlich gab es eine detaillierte Schadensaufstellung vor dem Hausverkauf. Und die Stadt wusste, dass ein Café mit entsprechendem Strombedarf eingerichtet werden sollte.

 


Kölner Stadt-Anzeiger

30.11.07

Waldcafé wird Sonntag eröffnet

Nach über einem halben Jahr aufwändiger Renovierung haben Martina Schulz und Hannsi Weber es geschafft: Am Sonntag, 2. Dezember, feiern sie die Eröffnung ihres Waldcafés an der Wupper in Opladen. Ab 11 Uhr wird es im „Café Irrlicht“ zunächst einen Umtrunk für geladene Gäste geben, um 14 Uhr beginnt zum ersten Mal der normale Gastbetrieb. (hz)

 


Kölner Stadt-Anzeiger

03.12.07, 10:59h

Waldgaststätte eröffnet


Opladen - Das Café Irrlicht lockt Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Hundehalter zu einer Rast an der Wupper in Opladen. Nicht weit von der "Himmelsleiter" entfernt haben Martina Schulz (links) und Hannsi Weber (rechts) das ehemalige Waldhaus des Fabrikanten Max Römer in mehr als sechsmonatiger Arbeit in ein gemütliches Ausflugslokal verwandelt, in dem sie am Sonntagnachmittag die ersten Gäste empfingen. Das Café hat ab sofort Mittwochs, Donnerstags und Freitags von 9 bis 17 Uhr, Samstags und Sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Montags und Dienstags nehmen sich die Eigentümer vorerst noch Zeit für letzte Reparaturen und Verschönerungsarbeiten. HZ

 


Rheinische Post

05.12.2007

Irrlicht im Hexenhäuschen

Leverkusen (RP) Hexenhäuschen und Irrlichter sind für gewöhnlich der Stoff für gruselige Erzählungen. Martina Schulz und Hannsi Weber haben jedoch gute Chancen, mit ihrer Kombination aus beidem die Urheber einer Geschichte erfreulicheren Inhalts zu werden.

von TOBIAS KRELL

Ein gutes Stück des Weges ist das Duo bereits gegangen. Am Wochenende eröffnete ihr „Café Irrlicht“. Trotz Regen nutzten viele Gäste bereits die Chance, sich von der Wandlung des im Volksmund „Hexenhäuschen“ genannten und vorher doch arg heruntergekommenen Waldhauses Römer zur Oase für Spaziergänger und Radfahrer an der Wupper zu überzeugen.

Was Schulz und Weber geleistet haben ist enorm. Nicht schauerlich-gruselig, sondern gemütlich ist das Lokal mit 40 Sitzplätzen geworden. Der Legende vom Hexenhäuschen begegnen die Café-Betreiber mit Augenzwinkern. „Während der Bauarbeiten kamen öfter auch schon mal Kinder und fragten, ob die Hexe zu Hause sei. Denen habe ich dann gezeigt, wo sie wohnt“, sagt Weber und deutet schmunzelnd vom schmucken Kamin in den Abzug hinauf.

Fürchten muss sich vor dieser angeblichen „Untermieterin“ jedoch offensichtlich niemand. Und passend zur Eröffnung präsentierte sich die Natur von ihrer wenig erbaulichen Seite. Regen, Kälte und starker Wind ließen die Gastlichkeit des Lokals noch einladender erscheinen. Das Wetter im Sommer wird anders sein, jedoch sicher nicht zum Schaden der Betreiber. Denn dann bietet das „Café Irrlicht“ Spaziergängern wie Radfahrern Schatten und Erfrischungen. Und an einer solchen Möglichkeit herrscht entlang der Wupper in diesem Bereich großer Mangel – im Gegensatz zu schaurigen Legenden über das Hexenhäuschen.

 


Opladener Wochenende

15.12.2007

Marodes Waldhaus in ein Schmuckstück verwandelt

Opladen (gkf) - Neues Leben ist seit kurzem in ein altes, denkmalgeschütztes Fachwerkhaus eingekehrt. Dafür haben die beiden Opladener Martina Schulz und Hannsi Weber gesorgt. In den letzten Monaten haben beide viel Arbeit, Zeit und Geld investiert um ihren Traum zu verwirklichen und eine ehemalige Ruine in ein regelrechtes Schmuckkästchen zu verwandeln.

Was lange währt wird endlich gut. Diese Erfahrungen mußten auch Martina Schulz und Hannsi Weber, die neuen Besitzer des Opladener Waldcafés machen. Foto: Knops-Feiler

Das als "Waldhaus Römer" oder "Haus Berlepsch" bekannte Gebäude nahe der "Himmelsleiter" ließen der Opladener Fabrikant Max Römer und seine Frau Antonie im Jahre 1915 errichten. Einige Jahre nutzten sie es als Wochenend- und Forsthaus, zuletzt war es das Domizil der Vogelschützer. Seit Juli 1999 steht das "Hexenhäuschen" als "herausragendes Beispiel für die Fortführung der bergischen Fachwerktradition am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts" unter Denkmalschutz. Doch der Zahn der Zeit hatte an dem Waldhaus genagt. Das Dach war seit langem undicht, Hausschwamm hatte sich breit gemacht. Schnee und Frost drohten den Holzbalken und Ziegelsteinen den letzten Rest zu geben. Das Haus am Wupperufer war vom Verfall bedroht. Die Stadt als Eigentümerin wollte es jedoch nicht völlig verrotten lassen. Auch der Verkehrs- und Verschönerungsverein VVV Lützenkirchen-Quettingen hatte den "unbedingten Erhalt" des idyllisch gelegenen Fachwerkhäuschens gefordert.

Anfang des Jahres fand sich eine Lösung: Im März vermietete die Stadt das Gebäude samt 700 Quadratmeter großem Grundstück und Waldbereich auf der Basis eines Erbpachtvertrages. Die neuen Pächter hießen Martina Schulz und Hannsi Weber. Sie wollten dort ein Café errichten. Die Idee war ihnen bei einem Spaziergang gekommen.

Im Mai starteten die ausgebildete Psychologin und der gelernte Schreiner und Elektriker, der Hauptberuflich als Musiker tätig ist, mit den umfangreichen Renovierungsarbeiten. Bis Anfang Dezember Einweihung gefeiert werden konnte, galt es noch zahlreiche Hürden aus dem Weg zu räumen. Das meiste Kopfzerbrechen bereitete den neuen Pächtern die Mitteilung der Energieversorgung Leverkusen (EVL), dass das Kabel, das den Strom von der Haus-Vorster-Straße in das Café leiten sollte, für einen gastronomischen Betrieb zu leistungsschwach sei. Die Verlegung eines neuen Kabels werde rund 17.000 Euro kosten.

Darüber hinaus mußten neue Böden, Decken und Balken eingezogen werden, alle Wände verputzt und gestrichen werden. Auch die Fensterrahmen brauchten nach dem Schliff einen neuen Anstrich. Aus dem alten Werkzeugschuppen entstand schleißlich ein modernes Toilettenhaus, angeschlossen an eine neu installierte Kläranlage. Vieles konnte das Paar selber machen, zum Teil mußten Firmen die Arbeiten ausführen.

Nun ist alles fertig und so "schnuckelig und gemütlich" wie es sich Schulz und Weber vorgestellt haben. Im zweigeteilten Schankraum laden ein gemütliches Sofa und ein offener Kamin zum verweilen ein. In einer Ecke soll noch eine Bühne - zum Beispiel für Lesungen, Konzerte oder andere Musikveranstaltungen. Für Kleinkunst eben. Weiteren Platz bietet der Thekenraum, so dass rund 40 Spaziergänger und Ausflügler untergebracht werden können.

Allerdings ist noch immer nicht alles fertig. Deshalb wird vorläufig auch eine Getränke und Speisenauswahl angeboten. Ebenso sind die Öffnungszeiten (mittwochs bis freitags von 9 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr) vorerst eingeschränkt, damit montags und dienstags letzte Reparaturen vorgenommen werden können. Und was ist mit der Stromleitung? "Wir müssen wohl in den sauren Apfel beißen", sagt Martina Schulz, "und die Kosten übernehmen." Man werde versuchen bessere Konditionen zu erhalten und das Problem noch vor dem Sommer aus der Welt schaffen, um dann nicht "plötzlich ohne Strom und ohne Kühlschrank dazustehen."

 


Rheinische Post

24.04.2008

Per Pedes zum Kuchengenuss

Leverkusen Aus dem Hexenhäuschen, wie der Volksmund das ehemalige Waldhaus Römer gerne nannte, ist das florierende Café Irrlicht geworden. Die Betreiber Hannsi Weber und Martina Schulz mussten wegen des Andrangs ihre Pläne, das Café zu zweit zu managen, aufgeben und stellten fünf Mitarbeiter ein. Aber man muss sich schon zu Fuß aufmachen, um den selbst gebackenen Kuchen im Irrlicht zu genießen.

 

Kunst und Kuchen im „Irrlicht“

Opladen (RP) Das restaurierte Waldhaus lockt mit einer breiten Angebotspalette die Besucher an. Martina Schulz und Hanns Weber haben ein Team von fünf Mitarbeitern zusammengestellt.

VON ROMAN ZILLES
Bei Kaffee und Kuchen lassen es sich die Gäste im Café „Irrlicht“ gut gehen. Wer Kultur mag, wird dort auch auf seine Kosten kommen. RP-FOTO: UWE MISERIUS
Bei Kaffee und Kuchen lassen es sich die Gäste im Café „Irrlicht“ gut gehen. Wer Kultur mag, wird dort auch auf seine Kosten kommen. RP-FOTO: UWE MISERIUS

Dem Glauben in die eigene Leistungsfähigkeit mussten Martina Schulz und Hannsi Weber schnell abschwören. „Wir dachten, wir könnten das zu zweit stemmen“, erinnert sich Weber an die Anfänge im letzten Dezember. Allerdings war der Ansturm zu Beginn so groß, „das wir schnell ein Team von fünf Mitarbeitern zusammengestellt haben“, ergänzt Schulz. Bis in den Februar hinein, so schien es, wollten alle Opladener und viele Spaziergänger aus der gesamten Region das restaurierte Waldhaus Römer in Augenschein nehmen.

Gäste kommen zu Fuß oder per Rad

Die erste Neugierde ist zwar inzwischen gestillt und der erste Ansturm verflogen. Aber den Glauben an ihre Idee haben Schulz und Weber nie verloren. In mühevoller Arbeit restaurierten sie das verfallene, denkmalgeschützte Waldhaus und locken seither mit Frühstück, Kaffee und - vor allem - selbst gebackenem Kuchen Ausflügler in ihr „Café Irrlicht“. Viele Stammgäste kommen bereits regelmäßig ans Wupperufer: zu Fuß oder mit dem Rad. „Einige Gäste würden gerne mit dem Taxi vorfahren. Aber das geht nicht, da können wir keine Ausnahmen machen“, bedauert Weber. „Insgesamt sind wir zufrieden“, lautet das erste Fazit der beiden. Bald wird sogar expandiert: Zu den 40 Plätzen im Inneren kommen vier Tische vor der alten Eingangstür.

Ein paar Sorgen sind dem Irrlicht-Duo indes geblieben. Zwar scheinen die Lärm-Befürchtungen einiger Anwohner (sie reichten sogar eine Unterschriftenliste bei der Stadt gegen das Café ein) verflogen. Aber immer noch schwebt das teure Verlegen einer Stromleitung (auf das die EVL vor der Eröffnung drängte) drohend über dem Ausgabenbuch. Zudem stellte die Stadt nun 1500 Euro für das Vermessen des Grundstücks in Rechnung.

Kleinkunstprogramm

Aber steigende Umsätze verspricht nicht nur die kommende, warme Jahrezeit, sondern auch das Kleinkunstprogramm, das Pfingsten startet. Den Auftakt macht die Opladener Chorgemeinschaft: Am Pfingstmontag will sie das traditionelle Pfingstsingen am Waldhaus wieder aufleben lassen. Zudem sind im Mai und Juni ein Klavierkonzert, eine philosophische Teestunde sowie Auftritte der „Singenden Säge“ und des A-capella-Quartetts „SchalluSie“ geplant. „Das Programm“, verspricht Weber, „hat mindestens so viel Qualität wie unsere Kuchen.“

Öffnungszeiten Dienstag bis Donnerstag sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Tel.: 02171 3959001.

www.cafe-irrlicht.de

 


Lokale Informationen

17.05.2008

Alte Tradition lebte wieder auf

Foto: Knops-Feiler

Opladen (gkf) - Einst war es liebgewonnene Tradition, dass sich die Opladener Chorgemeinschaft zu Pfingsten vor dem alten "Vogelschutzhäuschen" im Wald an der Wupper traf und dort ein musikalisches Stelldichein gab. Viele Jahre tat sich dann nichts mehr, weil das alte Fachwerkhaus, einst von dem Opladener Fabrikant Max Römer errichtet, zu einer Ruine zu verkommen drohte. Erst als Hannsi Weber und Martina Schulz im Mai letzten Jahres das alte Waldhäuschen übernahmen und es wieder herrichteten, erinnerte man sich an den alten Brauch. Am Pfingstmontag ließen ihn die Sängerinnen und Sänger erneut aufleben. Bei bestem Wetter hatten sich nicht nur annähernd 90 Chormitglieder im Wald vor dem "Café Irrlicht" versammelt, sondern auch etliche Zuhörer. Bei Bier, Brötchen und Erbsensuppe genossen die Zuhörer das fröhliche Freiluftkonzert und lauschten in andächtiger Stille den munteren Liedern, die von der Natur und dem Frühling erzählten. Weil Dirigent Rolf Pohle, der den Chor seit April 2003 leitet, verhindert war, übernahm Vizedirigent Eberhard Löffler seine Vertretung.

 


Rheinische Post

06.10.2008

Der Horror im Waldcafé

Opladen (RP) Das Dresdner Figurentheater brachte Alfred Hitchcocks „Psycho“ im Lokal „Irrlicht“ auf die Bühne und bereitete den Zuschauern dabei einen gruselig-amüsanten Abend.

VON MONIKA KLEIN
Extreme Mutterbindung: „Psycho“-Kind Norman wurde zu lange gestillt - die Ursache für eine mörderische Entwicklung. RP-FOTO: UWE MISERIUS
Extreme Mutterbindung: „Psycho“-Kind Norman wurde zu lange gestillt – die Ursache für eine mörderische Entwicklung. RP-FOTO: UWE MISERIUS

Den Rückweg treten wohl die meisten mit etwas schnellerem und forschen Schritt an. Während sich die Besucher am Samstagabend im Café Irrlicht an der Wupper bei einer Puppenspiel-Version von Hitchcocks Klassiker „Psycho“, inszeniert vom Dresdner Figurentheater, halb gegruselt, halb amüsiert hatten, war draußen die Sonne komplett untergegangen. Die passende Szenerie nach einem eindrücklichen „psychologischen Vortrag“, an dessen Ende sich herausstellte, dass der dozierende Dr. Jörg Bretschneider gerade so eine gespaltene Persönlichkeit ist, wie der legendäre Norman Bates, der in Alfred Hitchcocks Krimi die Gäste seines Motels, vorzugsweise gut aussehende Damen, umbringt.

Plexiglas-Mutterleib

Die Ursache für solch ungebührliches Verhalten eines triebhaften Mörders liegt in der Kindheit, das weiß jeder Hobbypsychologe. Und genau da setzte Bretschneider, Darsteller und Puppenspieler in einer Person an, als er vorführte, dass sich Norman bereits pränatal ungebührlich verhielt.
 
Die Zuschauer konnten durch den Plexiglas-Mutterleib genau beobachten, wie er die Nabelschnur zum Schaukeln missbrauchte. Da lachten natürlich noch alle, genau wie bei der folgenden Szene, die eine extreme Mutterbindung eines zu lange gestillten Söhnchens durch eine übergroße Brust verdeutlichte, die wie ein Punching-Ball über Klein-Norman baumelte. Drei bespannte Ständer mit verschiedenen Haken und Einschnitten waren das Grundgerüst für den wendigen Spieler, der sich selbst die Kulissen schob, verschiedene Puppen führte und ihnen dazu die eigenen Hände lieh.

Eine faszinierend ausgetüftelte Inszenierung (Buch und Idee Holger Böhme), die sich eigentlich ganz einfacher, aber wirkungsvoller Mittel bediente, um die grausige Geschichte von Norman Bates zu erzählen, angefangen vom naiv-grausamen Vatermord bis zur legendären Messer-Szene in der Dusche des Motels. Die war bereits begleitet von O-Ton-Einspielungen aus dem Hitchcock-Thriller, während Bretschneider vorher nur eine kleine Tröte benutzte, um Worte und kleine Dialoge zu formen, die sich alleine aus dem Klang ergaben.

 

Musik von Frank Zappa

Eine wichtige Rolle spielte das Licht, dessen Farbe Stimmungen erzeugte oder das man zum Schattenspiel benutzte, eine weitere Variante der Theaterkunst. Zu Musik von Frank Zappa wurden irreale und unheimliche Traumsequenzen erzeugt, abgelöst von witzigen Szenen von grotesker Komik. Beispielsweise durch das Auftreten des Kartenspielers, der immer dann an der Tür klingelte, wenn sich eigentlich dramatische Entwicklungen abzeichneten. Es war ein wirklich rundum besonderer Abend an einem ganz besonderen Ort.

 


WDR

10.06.2009

Lokalzeit aus Köln - WDR Fernsehen


Zur Restaurantkritik von Krebbers Kneipenzeit [hier klicken]

 


Pro Opladen

Erhalt des Waldhauses Römer


Den älteren Bürgern ist das Waldhaus Römer in der Opladener Wupperaue als "Vogelhäuschen" bekannt.

Die Stadt - als Eigentümer dieses mehr als hundert Jahre alten Fachwerkhauses - hat sich niemals um den Erhalt gekümmert. Die Folge war klar: Es war nur eine Frage der Zeit, wann dieses Denkmal zerfallen würde. Der "Schwamm" war erfolgreich dabei, das Gebäude von innen her zu zerstören.

Wir haben die Angelegenheit dann aufgegriffen. Durch Gespräche vor Ort mit den Fachinstanzen (Umweltamt, Denkmalbehörde etc.), Mobilisierung der Öffentlichkeit und Antrag an den Rat der Stadt auf Sanierung konnte erreicht werden, dass Landesmittel für eine Sanierung mobilisiert wurden.

Nachdem so der Verfall durch Erstsanierung gestoppt werden konnte, wurde das Gebäude an zwei Idealisten verpachtet. Martina Schulz und Hannsi Weber haben mit sehr viel Eigeninitiative und natürlich auch mit viel Geld das Waldhaus Römer sehr zur Freude von Spaziergängern und Radfahrern zu einem Magneten in der Wupperaue gemacht. Hier leuchtet nun das "Cafe Irrlicht" und lädt zu Kaffee und Kuchen und auch zu kleinen Kulturveranstaltungen ein.

 


Rheinische Post

18.07.2009

Café Irrlicht: Ilhan Atasoy
amüsierte köstlich

von TOBIAS KRELL

Opladen Erst brauchte er ein wenig Hilfe. Am Wupperwiesen-Parkplatz ließ sich der Dortmunder Comedian mit türkischen Wurzeln (bekannt aus „Nightwash“ und „Quatsch Comedy Club“) abholen, damit er den Weg auch findet zum „Café Irrlicht“. Einmal angekommen, reute ihn der kurze Fußweg nicht im Geringsten. „Den Tipp habe ich von einem Kollegen. Erst war ich skeptisch, aber nun bin ich wirklich sehr angetan. Diese Intimität mit dem Publikum, der gemütliche Raum und das alles mitten im Wald - einfach toll“, schwärmte der „König vom Borsigplatz“.

Die Zuneigung war beidseitig. Denn auch das Publikum amüsierte sich köstlich über Atasoys Migrationskabarett, das ganz bewußt auch mal die Grenzen auslotete. Den Islam teilte er auf in „Schiiten, Sunniten und Dynamiten“. Letztere kämen vor allem in Afghanistan und im Irak vor. Über die Fußballfans noch gut erinnerlichen Vorfälle nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz 2006 spottete er: „Wir haben das Spiel verloren, obwohl wir sie geschlagen haben - jeden Einzelnen“. Nichts und niemand, so schien es zumindest, ist ihm heilig - am wenigsten er selbst.

Ayse Mürkül statt Kanzlerin?

Aber auch die Deutschen bekamen selbstverständlich ihr Fett weg. Über die aus Sicht des Weltbürgers merkwürdige Art, Zahlen zu lesen (von rechts nach links), die er an der 23 demonstrierte, machte sich der Wahl-Dortmunder lustig. „Wenn ihr schon schreibt wie die Araber, wieso seid ihr dann nicht längst islamisch“, fragte er. Wenn das schon der Fall wäre, dann wäre Deutschland, so die durchaus gewagte These des selbsternannten „Königs vom Borsigplatz“ Angela Merkel erspart geblieben. „Die hieße dann Ayse Mürkül, würde Kopftuch tragen und zu Hause bleiben“, sagte er.

Die rund 40 Zuhörer im ausverkauften „Café Irrlicht“ amüsierten sich köstlich darüber. Sie lachten und schmunzelten vergnügt über seinen Einwurf „Sündeeee“, als er an einem Rotweinglas nippte, oder über seine ungewöhnlichen Saz-Einlagen. Auf der türkischen Laute gab er zu deutschen wie türkischen Gedichten Stücke wie den Schlager „Sieben Tage lang“ oder oder die deutsche Nationalhymne zum Besten. Eigene Kurzgedichte streute er auch ein wie jenes mit dem Namen „George W. Bush“, das aus der simplen Feststellung besteht: „Seinen Vater mochte ich auch nicht“.

Eine Übersicht über das Programm des Cafés findet sich auf:
www.cafe-irrlicht.de

Nichts und niemand, so schien es, ist ihm heilig: Comedian Ilhan Atasoy goß viel Wasser in manchen Wein, plauderte über den Islam, den Fußball und den Deutschen. Der Mann aus Dortmund fand die Intimität des Irrlichts toll. RP-FOTO: MISERIUS

 


Kölner Stadt-Anzeiger

06.10.09, 19:29h

Irritationen um ein Inserat

Das Immobilien-Angebot im Internet-Portal "kalaydo.de" wies das erst vor zwei Jahren eröffnete "Café Irrlicht" an der Wupper aus. Die Anzeige schreckte sogar die örtliche Politik auf.

VON HARTMUT ZITZEN

Opladen "Romantisches denkmalgeschütztes Waldcafé, im Jahr 2007 saniert, renoviert und modernisiert." Hinter diesem Immobilien-Angebot im Internet-Portal "kalaydo.de" verbirgt sich zum Erstaunen zahlreicher Leverkusener das erst vor zwei Jahren eröffnete "Café Irrlicht" an der Wupper. Das einstige Wochenenddomizil des Opladener Fabrikanten Max Römer, 1915 errichtet, hatten Martina Schulz und Hannsi Weber von der Stadt gekauft und mit mühsamer Handarbeit unter erheblichen Investitionen in ein beliebtes Ausflugsziel verwandelt.
 
Die Nachricht, dass die Inhaber ihr gastronomisches Kleinod verkaufen wollen, schreckte gestern sogar die Ratsfraktion der "Freien Wähler OWG-UWG" auf, die von Oberbürgermeister Ernst Küchler Aufklärung fordern. Martina Schulz erklärte, dass sie aus gesundheitlichen Gründen kaum noch in der Lage sei, den Betrieb angemessen zu führen.
 
Der erste Winter an der Wupper sei für sie sowohl körperlich als auch finanziell sehr fordernd gewesen, und als ihr dann noch eine hohe Stromnachzahlung der EVL ins Haus geflattert sei, habe sie kaum noch Hoffnung gehabt, das Café weiterführen zu können, in dem regelmäßig auch von ihrem Lebensgefährten Hannsi Weber organisierte Kulturveranstaltungen stattfinden. Mittlerweile sei jedoch das Kulturprogramm für 2010 schon geplant.

 

 


Kölner Stadt-Anzeiger

06.05.10, 09:25h

"Waldhaus" ist verkauft

Neue Pächterin im Café Irrlicht: Sigrid Fischer hat den Pachtvertrag des Waldhauses übernommen. Die 47-Jährige wohnt seit fünf Jahren in Opladen. Am Veranstaltungskonzept will sie nichts ändern.

VON HARTMUT ZITZEN

Opladen - Das "Café Irrlicht", am Opladener Wupper-Wanderweg idyllisch im Auenwald gelegen, hat eine neue Pächterin. Sigrid Fischer, 47, wohnt seit fünf Jahren in in Opladen und kannte das kleine Café im ehemaligen "Waldhaus Römer" seit der Eröffnung im Dezember 2007. Obwohl sie eigentlich eine Sozialwissenschaftlerin ist, hatte sie das Café seit längerem schon im Blick und führt es seit Anfang Mai.
 
Am Veranstaltungskonzept soll sich nichts ändern, sagte Fischer. Allerdings verlängert sie die Öffnungszeiten und streicht das Frühstücksangebot, der Biergarten wird nun von Dienstag bis Samstag von 12 Uhr bis Sonnenuntergang, sonntags schon ab 9.30 Uhr öffnen.(rar)

 


Rheinische Post

21.09.2010

Fingerfertiger Gitarrenvirtuose

VON GABI KNOPS-FEILER

Opladen Ihm eilt der Ruf voraus, seine Musik sei eine "perfekte Symbiose aus Klang und Groove". Am Donnerstagabend konnten sich die Zuhörer im "Café Irrlicht" vom Wahrheitsgehalt dieser Aussage überzeugen. Sämtliche Kompositionen interpretierte der 27-jährige Österreicher David Lindorfer abwechslungsreich in Atmosphäre und Tempo, musikalisch gehaltvoll und von mitreißend charmanter ausstrahlung.

Da wäre zum Beispiel "60 Seconds", ein Mix aus Reggae, Jazz und Blues, den er bei einem Festival in Szegedin / Ungarn geschrieben hat, als er die Musik von drei Bühnen zugleich vernahm. Auch andere Eigenkompositionen wie "Ballade" und "Hoochies Flight" unterlegte er durch süffige bis schräge Melodieeinfälle, geniale Harmonien, satten Groove und mindestens zwei Handvoll perkussive Spieltechniken. Stilistische und technische Grenzen wischte der Profi-Musiker souverän beiseite. Weitere Stücke wie der französische Chanson "Ile de Re" oder Bill Withers "Ain't no sunshine" schienen trotz aller Fingerfertigkeit niemals an Eigenständigkeit, Eleganz und Intensität zu verlieren. "Eine gute Portion Fingerstyle gehört schon dazu", sagte Lindorfer, der seit dem Gewinn des internationalen "Open Strings"-Gitarrenfestival 2007 und dem ersten Preis beim "2. European Guitar Award 2009" als einer der spannendsten Newcomer der akustischen Gitarrenszene gilt.

Kleinkunstbühne vor dem Aus

Kein Opfer scheint dem Linzer zu groß, um seine Spielfreudigkeit unter Beweis zu stellen. So kam er eigens für zwei Tage nach Deutschland. Außer in Düsseldorf spielte er nur noch auf der Kleinkunstbühne im Café Irrlicht. "wegen der besonderen Atmosphäre", wie er sagte. Jetzt scheint es, als seien die Tage dieser besonderen Atmosphäre gezählt. Trotz großen Bedauerns von allen Seiten will die neue Waldkafee-Besitzerin Sigrid Fischer die Kleinkunstbühne schließen. Im nächsten Februar soll der Vertrag mit Organisator Hannsi Weber, der selbst auch Künstler ist, auslaufen.

Schlange gestanden

Bis dahin aber gibt es weitere "tolle Sachen für Augen und Ohren", schildert Weber. Nicht zuletzt wegen des Ambientes im Café Irrlicht standen Hunderte Künstler bei ihm schon Schlange, um hier auftreten zu dürfen. Auch David Lindorfer war einer von ihnen, auch sein Gitarrenkonzert fand begeisterten Anklang. "Das war ein ganz besonderer Abend", urteilte Ortrud Weber, die von zwei Bach-Interpretationen äußerst angetan war.

 

Das historische Haus ist gerettet.

 

 

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Café Irrlicht
 
eMail: Cafe@Irrlicht-Opladen.de
 
Internet: www.cafe-irrlicht.de

[Informationen für Künstler zu Auftrittsanfragen gibt's hier]